Radiästhesie ist der Sammelbegriff für Arbeiten mit der Wünschelrute und dem Pendel. Man bezeichnet den Vorgang selbst als muten.
Durch muten sollen Dinge geortet werden, die einem in dem Moment nicht durch bekannte Sinnesorgane zugänglich sind. Das bekannteste Beispiel ist Wasser in der Erde durch muten (Wünschelrutengehen) zu finden, und z.T. wird auch die Menge, die Qualität und die Tiefe im Erdreich bestimmt. Es ist noch nicht geklärt, wie das Muten funktioniert.
Früher hatte man angenommen, die Rute würde direkt durch das zu ortende Objekt angezogen. Diese These ist veraltet und nicht haltbar. Eine heutige These nimmt an, daß der Mensch ein Sinnesorgan für diese Fähigkeit hat und durch das Unterbewußtsein die Muskelkontraktion und dadurch die Auslenkung der Wünschelrute stattfindet.
Dies kann aber nicht erklären, wie z.B. gemutet werden kann, wenn man nur eine Landkarte vor sich hat und hier mutet. Daher könnte es sein, daß das Muten ein rein mentaler Vorgang und das Pendel bzw. die Wünschelrute nur ein Hilfsmittel zur Anzeige ist. Dies würde auch erklären, warum die Menschen verschieden gut muten können. Es erklärt sich hierdurch auch, warum mit der gleichen Wunschelrute verschiedene Objekte gemutet werden können. Wenn dies Erklärungsmodell zutrifft, wäre es dem Bereich der Parapsychologie zuzuordnen und hätte gewisse Ähnlichkeiten mit dem Hellsehen. Evtl. ist es auch eine Mischung aus beiden Thesen.
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